18.02.2020 11:14

ScanBox-Projekt der DECOIT® GmbH geht in die Zielgerade

Am 12. Februar fand bei der DECOIT® GmbH in Bremen das inzwischen fünfte Konsortialtreffen des BMWi-Projekts ScanBox (www.scanbox-project.de) statt, zu dem die Partner Technische Hochschule Brandenburg, TELCO TECH GmbH und HFC Human-Factors-Consult GmbH eingeladen waren, um ihre Projektergebnisse vorzustellen. Da das Projekt Mitte des Jahres enden wird, waren alle Teilnehmer angehalten ihr Restprogramm vorzulegen. Dazu wurden alle noch offenen Punkte konstruktiv diskutiert. Als Basis dafür konnten die Tests beim assoziierten Partner hanseWasser GmbH genommen werden, die bereits mit dem aktuellen Prototyp vier Wochen lang erste Erfahrung sammeln konnten.

DECOIT-Firmengebäude

Das Projekt ScanBox, welches im Mai 2018 seine Arbeiten aufgenommen hatte, geht jetzt in die Zielgerade, da es im Juni 2020 enden wird. Die DECOIT® GmbH legte als Konsortialpartner dabei zuerst den Projektstatus vor, der sich durchaus sehen lassen konnte. Denn ein erster Prototyp-Test konnte von Dezember 2019 bis Januar 2020 bei der hanseWasser GmbH bereits durchgeführt werden, was für ein solches Forschungsprojekt nicht als normal angesehen werden kann. Dabei kooperierte der assoziierte Partner hanseWasser vorbildlich und ermöglichte einen Zugang zu seinem Produktions- und Büronetz. Die ScanBox3000 lief dort jeweils zwei Wochen in den beiden Netzen und konnte so eine Schwachstellenanalyse durchführen. Dabei wurden bereits während der Testphase erste Fehler durch entsprechende Bugfixes durch die DECOIT® GmbH ausgemerzt. So waren diese Tests auch während des Projekttreffens die Hauptdiskussion, da sich aus den Ergebnissen auch die noch folgenden Aufgaben ableiten ließen.

Während die Hochschule Brandenburg mit ihrem Kooperationspartner HFC noch die Reporting-Funktionalität entwickeln muss, wird bei TELCO TECH der Austausch der bestehenden Hardware eine wichtige Rolle einnehmen. Denn die jetzt intensiv getestete Hardware-Appliance auf Basis einer LiSS3000 wird zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen, so dass die Nachfolger-Plattform mit der Prototyp-Software neu getestet werden muss. Da aber die jetzige Appliance keine Performance-Probleme besaß und die Nachfolger-Hardware üppiger ausgelegt sein wird, sind hier im Grunde keine Engpässe zu erwarten. Parallel arbeitet TELCO TECH noch an einer Firewall im Hutschienengehäuse, die man zukünftig als Sensor einsetzen könnte. Diese Arbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen.

Das Treffen war sehr konstruktiv und es konnten die Restarbeiten für jeden Partner abschließend definiert werden. So wird die DECOIT® GmbH den Software-Prototyp weiter entwickeln und speziell die aufgetauchten Schwachstellen beseitigen. So sind beispielsweise die aufgenommenen Vorfälle noch nicht detailliert genug nachvollziehbar und es werden noch zu viele Log-Informationen eingesammelt, wodurch die Datenmenge entsprechend ansteigt. Auch sind weitere Hardware-Tests im Zusammenspiel mit TELCO TECH geplant. Die Technische Hochschule Brandenburg wird sich hingegen abschließend mit dem Mapping der BSI-Empfehlungen auf konkrete Handlungsempfehlungen beschäftigen. Ein erster Ansatz besteht und muss nun praktischen Tests standhalten. Die HFC wird das Reporting nach den Vorgaben aus dem Treffen angehen, damit die aufgenommenen Daten nach Bedarf in einem Dashboard aufbereitet werden können. Die TELCO TECH wird sich hingegen auf die Bereitstellung einer neuen Hardware-Basis für die Appliance konzentrieren und das Auslagern zu großer Datenmengen auf ein externes NAS-System testen. Wenn diese Aufgaben erfüllt sind, steht einem erfolgreichen Projektabschluss eigentlich nichts mehr im Wege.

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